Wallstein Holding GmbH & Co. KG

Schutz von Wärmetauscherrohren durch Nanotechnologie

Das Bundesministerium für Bildung und Forschung hat im Rahmen verschiedener Forschungs- förderungsprojekte als eine von sieben Disziplinen den Bereich "Ultradünne Schichten" definiert. ...


... Auf der Grundlage der nasschemischen Sol-Gel-Prozesse können so genannte nanoskalige funktionale Schichten erzeugt werden. Diese können durch abgestimmte Formulierungen auf die jeweiligen Anforderungen abgestimmt werden. Dabei können diese Schichten unterschiedlichste Funktionen haben, wie z.B.:

 

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Abrasionschutz (Verschleißschutz)

Kratzfeste Oberflächen

Antibakterielle Oberflächen

Easy-to-Clean Oberflächen

Schmutzabweisend

Korrosionsschutz

Katalytische Oberflächen

Feutigkeitsschutz

Säure- und Laugenschutz

UV-Schutz

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um nur einge zu nennen. Durch Variation der Formulierungen können den verschiedensten Oberflächen neue oder geänderte Eigenschaften verliehen werden, wie z.B. Benetzungsfähigkeit, Härte oder Gleiteigenschaften.

 

Auf Wärmetauscherflächen z.B. in der Rauchgasreinigung kann es zu mehr oder weniger ausgeprägten Ablagerungen von Salzen kommen. Diese können mehrere negative Einflüsse auf die Wärmeaustauscher haben: Verminderung der übertragbaren Wärmeleistung, Erhöhung der Korosionsgefahr unter den Ablagerungen, Erhöhung des rauchgasseitigen Druckverlustes. Mit dieser Problemstellung sind wir als Planer und Lieferant von entsprechenden Wärmeaustauschern konfrontiert. Um diesen negativen Effekten vorzubeugen, sind wir ständig auf der Suche nach Optimierungsmöglichkeiten. Daher haben wir zu Testzwecken 2 Wärmeaustauscher (1x Glasrohr-WT/1x DaGaVo) mit einer solchen Sol-Gel-Beschichtung der nanopool GmbH an Teilstellen versehen. Dadurch wollen wir uns von den viel entsprechenden Eigenschaften dieser ultradünnen Schichten selbst überzeugen. Die Zusammensetzung der eingesetzten Beschichtung wurde speziell für diesen Anwendungsfall abgestimmt.

 

Der vorgenannte Praxistest soll zeigen, ob die ultradünne Beschichtung auf Grund der hydrophoben und oleophoben Eigenschaften in der Lage ist, die korrosionsfördernden Ablagerungen auf den Wärmeaustauschern zu minimieren oder gar ganz zu verhindern. Die Beschichtung ist sehr temperaturbeständig, 850 °C wurden bereits in Anwendungen erreicht. Polymerisierte SiO²-Schichten sind technisch gesehen reinstes Glas (Quarzglas), aus dem z.B. auch Laborgläser hergestellt werden. Die chemischen Beständigkeit deckt den gesamten ph-Bereich von 0 bis 14 ab.

 

Wir werden Sie im Rahmen dieses Newsletters in Bezug auf unseren Praxistest auf dem Laufenden halten. Weitere und detaillierte Informationen zu diesem Thema können Sie unter a.heymann@wallstein.de oder telefonisch bei Achim Heymann unter 02361 1047-25 erfragen.